Bersenbrücker Kreisblatt, Freitag, 16.04.2004 DLRG ist für Einsätze gerüstet
Der Bereich Katastrophenschutz gewinnt seit dem Hochwasser an der Elbe im Sommer auch bei der DLRG einen immer größeren Stellenwert. Um in Zukunft für derartige Ereignisse besser vorbereitet zu sein, wurde im vergangenen Jahr im Bereich Weser-Ems der Wasserrettungs-Landeseinsatzzug West ins Leben gerufen. Seine Aufgabe ist die Hilfeleistung auf und im Wasser bei Hochwasser. Aber auch die Deichsicherung wird von den Hochwasserexperten der DLRG wahrgenommen. Jetzt fand erstmals eine Kennenlernübung des gesamten Landeseinsatzzuges West statt. Unter der Führung von Zugführer Thorsten Gärtner, Ortsgruppe Quakenbrück, wurde das Zusammenführen der Teileinheiten aus den DLRG-Ortsgruppen Aurich, Bassum, Bramsche, Friesoythe, Georgsmarienhütte, Lathen, Quakenbrück und Wilhelmshaven und das Fahren in Kolonne geübt. Ziel war die Henning-von-Treskow-Kaserne in Oldenburg, wo die einzelnen Teilheiten sich selbst und ihre Fahrzeuge und Geräte vorstellten und die Helfer die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen hatten. hier: weitere Bider zu diesem Artikel Ablaufbeschreibung: Kennenlerntreffen Am Samstag, dem 06.03.2004, fand erstmals seit der Aufstellung ein Treffen aller Teileinheiten des Landeseinsatzzuges West statt. Ziel dieser Übung unter der Leitung von Zugführer Thorsten Gärtner (OG Quakenbrück) war das gegenseitige Kennen lernen der Helfer aus den beteiligten Ortsgruppen Georgsmarienhütte, Bramsche, Quakenbrück, Lathen, Friesoythe, Bassum, Aurich und Wilhelmshaven, um im Einsatzfall nicht mit \"fremden\" Kameraden zusammenarbeiten zu müssen. Zunächst wurden die Teileinheiten am Samstag Morgen gegen 09.00 Uhr von den Helfern des Zugtrupps, die bereits um 08.00 zur Erkundung und Einrichtung eines Bereitstellungsraumes aufgebrochen waren, alarmiert und Richtung Bereitstellungsraum in Marsch gesetzt. Als Bereitstellungsraum wurde seitens des Zugtrupps (OG Quakenbrück) der Parkplatz der Berufsbildenden Schulen in Bad Zwischenahn-Rostrup eingerichtet. Dazu gehörte auch der Aufbau einer Zugbefehlsstelle einschließlich sämtlicher Kommunikationseinrichtungen wie z.B. 4-m- und 2-m-Funk. Nach eintreffen der Teileinheiten im Bereitstellungsraum und Erfassung durch den Zugtrupp wurde der Zug zu einer Marschkolonne zum Marsch in die vorgesehene Unterkunft nach Oldenburg zusammengestellt. Pünktlich zur angemeldeten Zeit um 12.00 Uhr verlies die Kolonne mit 10 Fahrzeugen, teilweise mit Bootsanhängern, den Bereitstellungsraum, so daß sich hierbei eine sowohl für die Kraftfahrer als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer seltene Fahrt in Kolonnen mit Sondersignal bot. Ohne Zwischenfälle erreichte der Zug nach ca. einer dreiviertel Stunde die Henning-von-Treskow-Kaserene in Oldenburg, wo für die Nacht Quartier bezogen wurde. Für den Rest des Tages stand noch das Vorstellen und Kennen lernen der einzelnen Teileinheiten auf dem Programm. Nach der Vorstellung der Helfer und der sonstigen Tätigkeit in der Ortgruppe wurden die Fahrzeuge in Augenschein genommen. Besondere Umbauten wie z.B. ein zum Taucherfahrzeug umfunktionierter Rettungswagen der Ortsgruppe Aurich oder das Geländefahrzeug der Ortsgruppe Wilhelmshaven erregten naturgemäß das meiste Aufsehen und wurden entsprechend umlagert. Am Abend schließlich traf man sich zum gemeinsamen Abendessen und gemütlichen Beisammensein im der Unteroffiziers-Heim-Gesellschaft (UHG, Unteroffiziersheim) der Kaserne. Bis spät wurden Erfahrungen ausgetauscht, Geschichten aus dem Elbe-Einsatz erzählt oder einfach nur die Kameradschaft gepflegt. So endete am Sonntag nach einem Abschlußgespräch das erste Treffen zur Zufriedenheit aller. Zwar habe man einzelne verbesserungswürdige Punkte gefunden und sich für ein häufigeres Zusammentreffen ausgesprochen, ansonsten habe man jedoch einen positiven Eindruck von dem Zug und den Kameraden gewonnen. Ein Dank gilt den Kameraden der Bundeswehr, die die Übernachtung in der Kaserne ermöglicht hatten. Eingesetzte Kräfte: 1/8/29/38 Zugtrupp: OG Quakenbrück 1. Wasserrettungstrupp: OG Bassum 2. Wasserrettungstrupp: OG Lathen 1. Rettungstauchtrupp: OG Friesoythe 2. Rettungstauchtrupp: OG Aurich Gerätegruppe: OG Wilhelmshaven Sanitätstrupp MTW: OG Bramsche, Georgsmarienhütte Sanitätstrupp KTW: OG Quakenbrück




